Untersuchung der Nase/Nebenhöhlen

In der Regel werden die vorderen Nasenabschnitte mit einer Lichtquelle und einem Nasenspiegel (Speculum) beurteilt (vordere Rhinoskopie).

Es können Entzündungen im Naseneingang, Verkrümmungen der Nasenscheidewand (Septumdeviation) oder der Schwellungszustand der Nasenmuscheln beurteilt werden.

Die hinteren und oberen Nasenabschnitte sind meistens mit der herkömmlichen Methode nur unzureichend darzustellen.

Die Nasenendoskopie ist eine Untersuchungsmethode, um diese schwierig einzusehenden Regionen darzustellen.
Zuvor wird die Nasenschleimhaut abgeschwollen um danach endoskopisch in örtlicher Betäubung die Nasenschleimhaut untersucht zu werden.

Beispielsweise dient sie zur Abklärung von Riechstörungen (Hyposmie/Anosmie), zur Lokalisation von Blutungsquellen (Epistaxis), Verlaufskontrolle nach Nebenhöhlenoperation oder Tumorerkrankungen.

Die klinische Untersuchung der Nase/Nebenhöhlen wird in speziellen Fällen ergänzt durch eine Bildgebung (Ultraschalluntersuchung oder Computertomographie).

Die Nasenendoskopie ist besonders zur Krebsvorsorge bei Rauchern oder Schreinern zu empfehlen.

Die Nasenendoskopie kann in unserer Praxis auf dem Monitor verfolgt werden. Eine Vielzahl von Optiken mit unterschiedlichen Blickwinkeln steht zur Verfügung, um alle Abschnitte der Nase zu beurteilen.

Im folgenden Film sehen sie eine endoskopische Untersuchung der Nasenhaupthöhlen mit Blick auf die seitliche Nasenwand. Normalbefund. Im ersten Filmabschnitt wird das Endoskop rechts von vorne nach hinten eingeführt; im zweiten Abschnitt vom hinteren linken Abschnitt nach vorne. Die Schleimhaut ist abgeschwollen und betäubt.

Pricktest
Der Pricktest (englisch: prick = Einstich) ist ein Allergietest und dient zum Nachweis einer Allergie vom Sofort-Typ (Typ-I-Allergie nach Coombs und Gell). Man findet diesen Reaktionstyp z. B. bei einer Sensibilisierung gegenüber Tierhaaren oder Pollen (Gräser, Bäume). Auf die Haut des Unterarms wird ein definierter Allergenextrakt aufgetropft und mit einer Lanzette (Prick) oberflächlich angestochen. Die jeweiligen Substanzen dringen in die Oberhaut ein. Die Testreaktion kann nach 20-30 Minuten im Vergleich zur Positivkontrolle (Histamin) und Negativkontrolle (wirkstofffrei) abgelesen werden. Ausgewertet wird die Hautrötung und Quaddelgröße. Der Pricktest ist schmerzfrei.


Ergebnis eines Pricktests am linken Unterarm. Zum Vergleich wird auch die andere Seite gezeigt. Es finden sich multiple Quaddeln und Hautrötungen als Zeichen vieler Sensibilisierungen.
Radio-Allergo-Sorbens-Test (RAST)
Der RAST ist ein Bluttest. Er findet in der Allergologie häufige Verwendung, um (freie) Immunglobuline der Subklasse E (IgE-Antikörper) zu bestimmen.
Heute üblich sind FEIA (Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay) und EIA (Enzym-Immunoassay). Sie ersetzten die früher radioaktiv markierten Substanzen durch ungefährliche enzymmarkierte Reagenzien.

Man kann das Gesamt IgE oder das Allergen-spezifische IgE bestimmen.

Die Gesamt IgE-Bestimmung ermittelt das gesamte freie IgE im Blut. Das Ergebnis erlaubt eine Aussage, ob generell vermehrt IgE-Antikörper gebildet werden. Erhöhte Gesamt-IgE-Werte kommen nicht nur bei Allergikern vor, sondern auch bei Parasitenbefall oder Erkrankungen des blutbildenden Systems.

Bei der spezifischen Bestimmung werden die IgE-Spiegel ermittelt, die sich gegen ein Allergen richten.
 Die Ergebnisse werden in RAST-Klassen von null bis sechs angegeben (null-negativ, eins-grenzwertig, zwei bis sechs-positiv). Die Messung von Spezifischem-IgE erlaubt eine Aussage über die Sensibilisierungen eines Allergikers. Eine Einschätzung der Schwere der Symptome ist bedingt möglich. Über die Art der Symptome kann keine Aussage gemacht werden. Es kann auch sein, dass Allergen-spezifische IgE-Antikörper trotz Sensibilisierung nicht nachgewiesen werden können.

Riechteste
Störungen der Riechfunktion sind häufig und für Betroffene mit einer Einschränkung der Lebensqualität verbunden. Eine Riechstörung findet sich bei 5-6% der Allgemeinbevölkerung. Ab einem Alter von ca. 55 Jahren trifft man bei etwa 25% der Bevölkerung auf ein eingeschränktes Riechvermögen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Reihe neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen mit Riechstörungen einhergehen oder durch sie vorhergesagt werden können. So kann beim Morbus Parkinson („Schüttellähmung"), beim Morbus Huntington („Veitstanz"), bei Morbus Alzheimer (Demenz), bei Schizophrenie und bei Depressionen ein Riechtest zur Diagnosefindung beitragen.

Vor operativen Eingriffen an der Nase und den Nasennebenhöhlen ist die Testung des Riechvermögens von Interesse, um festzustellen, ob es durch den Eingriff zu einer Verbesserung (oder Verschlechterung) des Riechvermögens kam.

In unserer Praxis werden hierzu moderne und standardisierte Riechteste angewendet.